Arbeitest du mit deinem Pferd am Boden? Bist du ein Fan vom Longieren oder möchtest es gerne lernen? Von allen Bodenarbeitspositionen hat besonders das Longieren einen großen Wert für dein Pferd. Nur an der Longe kannst du deinen Vierbeiner in jeder Gangart und in jedem Tempo trainieren. In diesem Blog-Beitrag erkläre ich dir, die wichtigsten Grundlagen für gutes Longieren.

Inhalt – das erwartet dich in diesem Beitrag.

  • Warum du longieren solltest.
  • Die Ausrüstung beim Longieren.
  • Die richtige Handhabung der Longe.
  • Achte auf deine Körpersprache.
  • Die Grundposition beim Longieren.
  • Los geht’s – die ersten Schritte an der Longe.
    • Das Pferd auf den Zirkel lenken.
    • So hältst du dein Pferd außen.
    • Hilfen zum Antreten und Anhalten.
    • Einfacher Handwechsel.
  • So bringst du Abwechslung ins Longieren.

Warum du longieren solltest.

Die Arbeit an der Longe hat viel Gutes zu bieten. Durch Longieren stärkst du die Hinterhand deines Pferdes, baust Rücken- und Bauchmuskulatur auf, bringst das Herz-Kreislauf-System in Schwung, verbesserst Balance und Koordination und kannst dein Pferd zwischen anstrengenden Reiteinheiten einfach mal locker und ohne Gewicht im Rücken bewegen.

Neben diesen Effekten kann Longieren aber noch viel mehr. Es schult den Blick des Besitzers für sein Pferd, macht das Pferd aufmerksam auf die Körpersprache des Menschen und kann die Beziehung zwischen Mensch und Pferd verbessern. Zudem ist das Training an der Longe für mich das Mittel der Wahl, wenn es darum geht ein Jungpferd so fit zu bekommen, dass es seinen Reiter gut tragen kann.

Die Ausrüstung beim Longieren.

Die erste Hürde, wenn du mit dem Longieren beginnst, ist meistens die Ausrüstung. Die Longe und die schwere Longierpeitsche mit langem Schlag am Ende sorgen für Stress.

Ich benutze statt der Longierpeitsche eine leichte Fahrpeitsche mit kleinem Schlag und einer Länge von 150 cm. Es gibt Unterschiede in der Härte. Mein Lieblingsmodell schwingt schon ganz leicht ohne viel Kraftaufwand. Ich empfehle dir im Laden zwischen verschiedenen Modellen zu vergleichen und die Peitsche zu nehmen, die sich für dich am besten anfühlt.

Die Bogenpeitschen der Firma Fleck kann ich empfehlen (unbezahlte Werbung).

Anstelle der 8 Meter langen Longe verwende ich das Bodenarbeitsseil der Firma Hillbury. Es hat einen Durchmesser von 1.1 cm und ist 6 Meter lang. Das Seil liegt gut in der Hand und schaukelt sich nicht so schnell auf. Alternativ kannst du auch eine günstige Softlonge kaufen und einfach auf 6 Meter kürzen.

Hier findest du das Bodenarbeitsseil der Firma Hillbury (unbezahlte Werbung).

Die Softlonge von Loesdau zum einkürzen (unbezahlte Werbung).

Außerdem solltest du Handschuhe tragen, damit du die Longe gut halten kannst, falls dein Pferd sich mal erschrickt oder losstürmt.

Ich schnalle die Longe nie in ein Gebiss ein. Auch nicht oben über das Genick geführt oder unten durch einen Ring durchgezogen. Ich empfehle dir zum Longieren einen gut sitzenden Kappzaum zu nutzen.

Ich empfehle dir ohne Hilfszügel zu longieren.

Ich longiere grundsätzlich ohne Hilfszügel, da für mich die Nachteile dieser Hilfsmittel deutlich größer sind als die vermeintlichen Vorteile. Durch geschicktes longieren kann jedes Pferd lernen sich fallen zu lassen. Statt Hilfszügeln empfehle ich, die Arbeit mit Körperbändern damit dein Pferd eine gesunde Haltung entwickelt.

Der geeignete Platz zum Longieren.

Der Platz auf dem du longierst, sollte sicher eingezäunt sein und eine Größe von 15 bis 20 Meter im Durchmesser haben. Der Untergrund muss eben und griffig sein. Wenn du auf dem Boden nicht gut gehen kannst, weil er tief, nass oder rutschig ist, solltest du auf das Longieren verzichten.

Die richtige Handhabung der Longe.

Damit du die Longe je nach Bedarf aufnehmen oder länger lassen kannst, ist es wichtig, dass du sie gut sortiert in deiner Hand hältst. Das Ende, welches zum Pferd führt, läuft immer nach vorne aus deiner Hand heraus und die Schlaufen sollen zuverlässig aus deiner Hand fallen ohne sich zu vertüddeln. Ein Longenknäuel und kleine Schlaufen die sich fest ziehen können, solltest du unbedingt vermeiden und bitte stecke deine Hand nicht in die Schlaufe am Ende der Longe.

Diese Sicherheitsvorkehrungen helfen dir, falls sich dein Pferd mal erschrickt oder vor Übermut losspurtet. Mache dich also vorher mit der Longe vertraut und übe das richtige Aufwickeln am besten erstmal ohne Pferd.

Wie du die Longe richtig aufwickelst, erkläre ich dir einem Video. Du findest den Link dazu am Ende vom Blog-Beitrag.

Die richtige Körpersprache beim Longieren.

Deine Körpersprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel beim Longieren. Pferde kommunizieren untereinander über ihre Körpersprache. Sie nehmen daher schon kleinste Veränderungen der Körperhaltung oder Mimik ihres Gegenübers wahr, ganz gleich, ob es sich dabei um ein anderes Pferd oder einen Menschen handelt.

Oft reicht schon ein Gedanke, durch den sich unser Muskeltonus minimal verändert für eine Reaktion des Pferdes. Es ist daher nicht verwunderlich, dass es beim Lonieren hauptsächlich darum geht, den eigenen Körper so einzusetzen, dass für das Pferd eine klare Hilfengebung entsteht. Neben der Körpersprache sind Stimme, Longe und Peitsche wichtige Hilfsmittel, um dem Pferd Signale zu geben.

Wenn sich Körper und Peitsche widersprechen.

Oft haben wir unseren Körper nicht so gut im Griff. Wir nehmen nicht wahr, wo wir uns im Raum befinden und wie das Pferd uns auf dieser Position und in der einen oder anderen Körperhaltung empfindet.

Dadurch kann es vorkommen, dass wir mit Stimme und Peitsche ein Kommando geben, während wir mit unserem Körper etwas ganz anderes sagen. Ein häufiges Beispiel ist die Situation, dass der Reiter mit Peitsche und Stimme das Kommando zum Antreten gibt, während er dabei gleichzeitig zu weit vorne steht und dem Pferd über den Körperstandpunkt Anhalten signalisiert. Passiert das zu oft entstehen Probleme und das Pferd muss gezwungenermaßen lernen unsere Körpersprache zu ignorieren und auf die Stimme und den Druck der Peitsche zu reagieren. Es stumpft auf die Körpersprache des Menschen ab und das wertvollste Kommunikationsmittel geht verloren.

Damit das nicht passiert und du deine Körpersprache als feines Band der Verständigung zwischen dir und deinem Pferd nutzen kannst, solltest du beim Longieren von Anfang an einige Grundlagen beachten.

Die Grundposition beim Longieren finden.

In der Grundposition beim Longieren stehst du auf Höhe der Pferdeschulter. Zwischen dir und deinem Pferd entsteht dabei das sogenannte Longierdreieck. Du bist die Spitze vom Dreieck, die Longe bildet die eine Seite, die in Richtung Sprunggelenk zeigende Peitsche ergibt die andere Seite und das Pferd ist die dritte Seite.

Um diese Grundposition zu finden, hältst du dein Pferd an der Bande an und bewege dich, während du die Longe länger lässt, rückwärts in Richtung Bahnmitte. Wenn dein Pferd darüber nachdenkt dir in die Bahn zu folgen, kannst du die Longe abwehrend schütteln oder mit der Peitsche auf die Schulter zeigen. Ziel ist es, dass du Abstand gewinnst und dein Pferd von der Seite siehst. Nun stellst du dich direkt in eine Linie mit der Schulter. Nicht weiter nach vorne oder nach hinten, sondern genau auf Höhe der Schulter. Das ist die Grundposition.

Mit der Longe in der einen Hand und der in Richtung Sprunggelenk zeigenden Peitsche in der anderen Hand ist nun, das oben erwähnte Longierdreieck entstanden.

Der Standpunkt zum Treibenden und Bremsen.

Wenn du aus dieser Grundposition heraus einen Schritt nach rechts oder links machst, dich also seitlich in Richtung Pferdekopf oder Kruppe bewegst, nimmt dein Pferd dich als treibend (hinter der Schulter) oder bremsend (vor der Schulter) war. Finde zwischen diesen Positionen genau die Mitte in einer Linie mit der Schulter. Für dein Pferd bist du an diesem Platz neutral.

Los geht’s – die ersten Schritte an der Longe.

Nun hast du also die richtige Ausrüstung gefunden und du weißt wie du deine Longe sortierst und wie die Grundposition im Longieren aussehen soll. Im nächsten Schritt geht es jetzt darum, dass dein Pferd sich mit einigem Abstand auf einem großen Zirkel um dich herum bewegt.

Beginne, indem du dein Pferd, wie im vorherigen Absatz beschrieben, an der Bande anhältst und dich in Richtung Bahnmitte wegbewegst. Schüttle die Longe, werfe damit Wellen gegen die Pferdeschulter oder nutze die Peitsche als Abstandshalter, wenn dein Pferd dir folgen will. In der Mitte angekommen, trittst du seitlich ein bis zwei Schritte in Richtung Schweif, sodass du hinter der Schulter stehst. Von dieser Position aus gibst du mit Körper, Stimme und der gehobenen Peitsche das Signal zum Antreten.

Zu Beginn reicht eine Peitschenlänge Abstand.

Wenn dein Pferd im Schritt losgeht, senkst du die Peitsche und bewegst dich in geringer Entfernung mit deinem Pferd mit. Zu Beginn ist es einfacher, wenn der Abstand nicht zu groß ist. Du hast eine gute Entfernung, wenn die Peitsche der Länge nach gut zwischen dich und deinen Vierbeiner passt.

Sollte dein Pferd sehr unerfahren an der Longe sein, kann es passieren, dass das Antreten nicht funktioniert und dein Pferd nicht weiß was es machen soll. Vielleicht bleibt es einfach stehen oder du kannst den Abstand nicht halten, weil es immer wieder zu dir in die Mitte kommt.

Wie du dieses Problem angehen kannst oder bei einem jungen Pferd auf Abstand kommst, erkläre ich in einem meiner nächsten Blogartikel.

Das Pferd auf den Zirkel lenken.

Hat das Antreten geklappt, dirigierst du dein Pferd auf einen Zirkel. Natürlich kannst du an der Longe auch andere Linien nutzen, aber zu Beginn ist ein Zirkel erstmal ein guter Einstieg und du kannst auf dieser Linie dein Pferd auch in den höheren Gangarten bewegen.

Wenn du dich etwas hinter die Pferdeschulter zurückfallen lässt und die Longen-Hand-Schulter nach hinten drehst, öffnest du deinem Pferd nach innen in das Bahninnere den Weg und es wird von der geraden Linie auf den Zirkel abwenden. Durch Impulse an der Longe kannst du deine Körpersprache unterstützen und das Abwenden einleiten. Bewege dich auf einem kleineren Innenkreis mit, während dein Pferd außen auf der Zirkellinie geht.

Halte deine Spur.

Wenn du dich auf  Höhe der Pferdeschulter befindest und die Peitsche zum Sprunggelenk zeigt, kannst du das Longierdreieck zwischen dir und deinem Pferd gut erkennen. Damit sich dein Pferd an dir orientieren kann, ist es gut, wenn du deine Linie findest und konstant auf dieser Spur bleibst. Wenn du mal nach vorne und mal nach hinten driftest, hängt die Longe immer wieder durch und dein Pferd kann sich nicht konstant auf die Zirkellinie einstellen. Zur Orientierung kannst du dir einen Kegel in die Mitte stellen und deiner einmal angelegten Tretspur folgen.

Wenn dein Pferd beim Longieren nach innen läuft.

Wenn dein Pferd von sich aus den Kreis verkleinert, hast du folgende Möglichkeiten, um für Abstand zu sorgen und deinen Vierbeiner wieder auf die Linie zu schicken,

  • Platziere dich etwas vor der Schulter, damit dein Pferd dich als innere Begrenzung wahrnimmt.
  • Drehe deine Longen-Hand-Schulter nach vorne auf dein Pferd zu, um den Weg nach innen zu versperren.
  • Benutze deine Körperspannung und stelle dir vor, du möchtest deinen Vierbeiner mit deinem Körper nach außen schieben.
  • Mach dich groß und bewege dich einige Schritte auf dein Pferd zu, anstatt nach hinten auszuweichen.
  • Verlagere dein Gewicht dabei in Richtung Fußballen und Zehenspitzen.
  • Werfe mit der Longe Wellen in Richtung Hals und Pferdeschulter.
  • Nutze die Peitsche, indem du sie nach vorne nimmst und die Pferdeschulter touchierst.
  • Du kannst die gehobene Peitsche auch in Schulternähe energisch bewegen und damit durch die Luft zischen oder auf den Boden schlagen.
  • Stelle Kegel auf, an denen sich dein Pferd orientieren kann.

Antreten und Antraben an der Longe.

Zum Antreten bewegst du dich von der Grundposition aus in Richtung Schweif. Du stehst dann hinter der Pferdeschulter und kannst von dort aus gut mit Körper, Stimme und wenn notwendig Peitsche treiben. Drehe gleichzeitig die Longen-Hand-Schulter nach hinten in Richtung Zirkelmitte, um deinem Pferd vorne den Weg freizugeben.

Damit dein Pferd vom Schritt in den Trab wechselt, bewegst du dich ebenfalls aus der Grundposition raus einen Schritt in Richtung Schweif, drehst deine Longen-Hand-Schulter nach hinten und gibst mit deiner Stimme das Kommando zum Antraben. Die Peitsche kann das Signal durch ein kleines durch die Luft zischen unterstützen oder auch an der Kruppe touchieren. Wenn dein Pferd reagiert, freu dich und lobe es mit deiner Stimme.

Das richtige Anhalten an der Longe.

Wenn du Anhalten möchtest, führst du die Peitsche unter der Longe nach vorne durch und trittst einige Schritte zur Seite in Richtung Pferdekopf, sodass du in eine bremsende Position vor die Pferdeschulter kommst.

Zusätzlich zum veränderten Standpunkt nutzt du auch hier die Drehung deiner Schultern. Entgegengesetzt zum Antreten, schiebst du jetzt deine Longen-Hand-Schulter nach vorne in Richtung Pferdekopf und blockierst dein Pferd damit beim Weitergehen.

Mit der Stimme gibst zu zeitgleich das Kommando zum Anhalten und die Peitsche führst du unter der Longe durch vor dein Pferd und bewegst sie, wenn notwendig energisch hoch und runter, um den Weg nach vorne zu begrenzen.

Zur Unterstützung kannst du gleichzeitig die Longe schütteln oder Wellen nach vorne schicken. Dein Pferd spürt die Bewegung der Longe über den Kappzaum am Kopf und lernt, dass die Impulse aufhören, wenn es stehen bleibt.

Anhalten, der Abstand bleibt.

Der Abstand zu deinem Pferd sollte sich dabei nicht verändern. Du trittst nur zur Seite und nicht auf dein Pferd zu. Wenn der Abstand kleiner geworden ist, erkennst du das daran, dass die Longe mehr durchhängt. Je dichter du an dein Pferd herantrittst, desto mehr musst du dich zur Seite bewegen, damit dein Pferd dich als bremsend wahrnimmt. Wenn es dir gelingt den Abstand zu bewahren reichen ein oder zwei Schritte zur Seite, um anzuhalten.

Mit mehr Übung reicht ein ganz kleines Schütteln der Longe in Verbindung mit Stimme und Schulterdrehung und dein Pferd hält an. Bei vorgeschrittenen Pferden ist es möglich auf Höhe der Schulter zu bleiben oder auch dahinter und das Pferd reagiert mit Anhalten, wenn der Mensch selbst stehen bleibt und die Longe leicht schüttelt.

Der Übergang vom Trab in den Schritt.

Für einen Übergang vom Trab in den Schritt nutzt du ebenfalls den Standpunkt vor der Pferdeschulter, die Schulterdrehung nach vorne, deine Stimme, das Longenschütteln und die Peitsche vorne. Bei sensiblen Pferden hilft es, wenn du gleichzeitig ausatmest, deine Schultern entspannst, deine Füße und den Boden unter dir wahrnimmst und deine Energie senkst.

Einfacher Handwechsel beim Longieren.

Um dein Pferd auf beiden Seiten gleichmäßig zu fördern und eine einseitige Belastung zu vermeiden, solltest du häufig die Richtung wechseln. Einen Handwechsel, kannst du auf verschiedene Arten einleiten.

Eine Möglichkeit ist es, dein Pferd einfach auf der Zirkellinie anzuhalten. Sobald dein Vierbeiner stehen geblieben ist, gehst du in Richtung Pferdekopf. Damit die Longe jetzt nicht auf dem Boden schleift, legst du sie dir in großen Kreisen in deine Hand. Am Pferd angekommen führst du es in die Zirkelmitte, hältst dort an und stellst dich auf dessen andere Seite.

Damit du gut sortiert auf der neuen Hand starten kannst, musst du nun die Longe neu aufnehmen und dir in großen Schlaufen in die Hand legen. Danach kannst du dein Pferd auf die Zirkellinie führen und von dort aus antreten lassen oder du startest direkt von der Mitte aus und dirigierst es nach außen auf die Zirkellinie.

Diese Übungen bringen Abwechslung ins Longieren.

Longieren auf anderen Linien.

Wenn das Longieren auf dem Zirkel gut klappt, kannst du dein Pferd auch auf anderen Linien longieren. Zum Aufwärmen im Schritt kannst du beispielsweise die ganze Bahn nutzen und im Trab den Zirkel auch mal verlassen und eine lange Seite geradeaus longieren, um dann auf den anderen Zirkel zu wechseln.

Neben verschiedenen Volten und Zirkelgrößen, kannst du auch mal versuchen an der langen Seite eine einfache Schlangenlinie zu longieren. Stell doch zur Abwechslung Kegel auf und probiere aus, ob du dein Pferd aus der Entfernung darum dirigieren kannst. Durch die Drehung deiner Schultern kannst du deinem Pferd den Weg weisen. Schiebst du die Longen-Hand-Schulter zum Pferd hin, bedeutet das: „Geh von mir weg.“ Nimmst du die Longen-Hand-Schulter nach hinten vom Pferd weg, heißt das: „Komm nach innen.“

Übungen an der Longe für Fortgeschrittene.

Wenn du ein gutes Gefühl für die Longe hast und dein Pferd diese Übungen aus anderen Bodenarbeitspositionen schon kennt, kannst du auch Rückwärtsrichten und Seitengänge an der Longe abfragen. Dein Pferd kann lernen sich auf Distanz geschlossen hinzustellen, in Übergängen mit der Kruppe nicht nach außen auszufallen und auf Kommando verschiedene Kopf-, Halshaltungen einzunehmen. Für mehr Kraft, Koordination und Beweglichkeit kannst du Stangenarbeit mit dazu nehmen.

Du siehst, es gibt viele Übungen, die du in deiner Longierarbeit nutzen kannst, um das Training effektiv und abwechslungsreich zu gestalten. Lobe dein Pferd viel. Freu dich über kleine Erfolge und bleibe geduldig und hartnäckig, wenn nicht gleich von Anfang an alles klappt.

Ich freue mich, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. Teile ihn gerne, damit auch andere Reiter und Vierbeiner davon profitieren können. Zum Thema Longieren werde ich in den kommenden Wochen noch weitere Blog-Beiträge einstellen. Wenn du die nicht verpassen willst, trage dich sehr gerne in meinen Newsletter ein. Du bleibst auf dem Laufenden und bekommst monatliches Extra-Wissen von mir.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Longieren üben. Bis zum nächsten Blog-Beitrag,

Ellen

Hast du Lust mehr zu lernen? Diese Videos habe ich passend zum Thema hier für dich verlinkt.