1. die Franklin-Mini-Rolle oder ein Ersatz dafür:

Um das Becken zu lösen und dich auf die Bewegung im Trab gut vorzubereiten, kannst du die Franklin-Mini-Rolle unter dein Gesäß legen und damit eine Weile im Schritt reiten. Auch ein größerer Schwamm oder ein kleines längs zusammengefaltetes Handtuch kann diese Funktion erfüllen, falls du die Franklinrolle nicht extra kaufen möchtest.

Wenn du mit der Rolle arbeitest, reicht es sie halb mit Luft aufzupumpen. Ansonsten ist es zu anstrengend und du verspannst dich eher. Das Reiten mit der Rolle soll Spaß machen und sich angenehm anfühlen. Wenn es gering anstrengend ist, machst du alles richtig. Beobachte die Bewegungen, die dein Becken auf der Rolle macht. Reite im Schritt ganze Bahn und Bahnfiguren, auch Zirkel und Schlangenlinien. Du wirst mit der Rolle unter dem Gesäß schön locker.

2. Das „V“ spüren:

Nimm die Rolle nach einiger Zeit weg und versuche im Schritt die Bewegung von einem „V“ mit dem Gesäß zu spüren. Deine Gesäßhälften werden durch die Bewegungen der Vorder- und Hinterbeine abwechselnd etwas nach oben und vorne angehoben, die jeweils andere Gesäßhälfte geht nach unten. Versuche dich auf das vorne + hoch zu konzentrieren, bis es sich wie ein „V“ anfühlt. Es geht: „rechts hoch, links hoch, rechts hoch, links hoch und so weiter. Wenn du das gut spüren kannst, trabst du an.

3. Antraben:

Wenn du das „V“ fühlst und mit deinem Becken gut begleiten kannst, trabst du ruhig an. Auch im Trab gibt es dieses abwechselnde hoch + vor der Beckenhälften. Versuche das Gefühl dafür aus dem Schritt mitzunehmen und auch im Trab weiterhin mit deinem Becken das „V“ zu begleiten.

Es ist einfacher, wenn dein Pferd möglichst ruhig trabt. Trabe zu Beginn nur kurze Strecken und starte neu mit dem „V“ im Schritt bevor du wieder antrabst.

4. Vorne Sitzen + kein Hohlkreuz

Wichtig ist auch, das du mit deinen Sitzbeinhöckern eher vorne im Sattel sitzt und den unteren Rücken in Richtung hinterer Sattelrand rund machst. Nicht im Hohlkreuz sitzen. In dieser Position kann dein Becken sich nicht gut bewegen. Überprüfe ob dein Sattel es zulässt, dass du vorne sitzen kannst, oder ob deine Oberschenkel durch die Pauschen zurückgezogen werden und du dadurch im Hohlkreuz bist.

5. Beine sortieren

Konzentriere dich im Trab erstmal nur auf dein Becken und das „V“. Wenn du einigermaßen mit der Bewegung mitschwingen kannst, suchst du die richtige Lage für dein Bein. Grundsätzlich sollte sich dein Fuß unter deinem Gesäß befinden. Oberschenkel und Knie müssen möglichst locker und beweglich sein. Versuche nicht dich im Trab mit deinem Bein festzuhalten. Du musst aus dem Becken die Rückenbewegung des Pferdes locker begleiten. Ein Teil dieser Bewegung wird nach unten in dein Bein abgeleitet, bis in den Bügel. Damit das gut funktionieren kann, klemme die Knie nicht fest an den Sattel.

Versuche dein Knie eher etwas zu öffnen und finde mit deinem Unterschenkel einen „Ruhepunkt“ am Pferdebauch. Dieser Punkt liegt hinter dem Sattelgurt, dort wo deine Wade natürlicherweise zu liegen kommt. Umschließe das Pferd mit deinen Beinen und versuche immer im Kontakt mit diesem Punkt zu bleiben und vergesse dabei nicht weiterhin im Becken loszulassen.

Viel Spaß beim Üben,
Ellen